Begegne außergewöhnlichen Menschen.
Hier erfährst Du mehr zum Programm.
Begegne außergewöhnlichen Menschen - das ist ein Versprechen. Auf dieser Seite haben wir für Dich mehr Informationen zu unseren Highlights und Programmimpulsen zusammengestellt.
Benjamin "Benji" Adrion
Viva con Agua - Was passiert, wenn man einfach anfängt?!
Benjamin „Benji“ Adrion ist Sozialunternehmer und Initiator von Viva con Agua und Villa Viva. Seine Arbeit verbindet soziale Wirkung, Brand Building, Kultur, Hotellerie und Unternehmertum.
Bevor Benji Viva con Agua initiierte, spielte er als Profifußballer für den FC St. Pauli und den VfB Stuttgart. Ein Trainingslager auf Kuba im Jahr 2005 wurde zum Wendepunkt. Was mit einem Projekt begann, Kindergärten in Havanna mit Trinkwasserspendern auszustatten, entwickelte sich zu Viva con Agua, einer internationalen Bewegung, die sich für den Zugang zu sauberem Trinkwasser, Sanitärversorgung und Hygiene für alle einsetzt.
Von Beginn an wurde Viva con Agua anders aufgebaut. Statt auf einen klassischen Ansatz zu setzen, prägte Benji eine offene Plattform, die die universellen Sprachen von Musik, Sport und Kunst nutzt, um Menschen auf Musikfestivals, Konzerten oder bei der Millerntor Gallery zu aktivieren. Im Laufe der Zeit entwickelte sich diese Plattform zu einem breiten Ökosystem aus gemeinnützigen Organisationen, ehrenamtlich Engagierten, Künstlerinnen und Künstlern, Partnern und Social Businesses.
Mit den Villa Viva Häusern in Berlin, Kapstadt und Hamburg übertrugen Benji und das Viva con Agua Ökosystem diese Idee auf die Hotellerie. Villa Viva ist ein soziales Hotel- und Guesthouse-Konzept, in dem Kultur, Gemeinschaft, Design, Veranstaltungen und Übernachtungsmöglichkeiten zusammenkommen, um die Vision „Wasser für alle - alle für Wasser“ zu unterstützen.
Für sein soziales Engagement wurde Benjamin mit dem Bundesverdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.
Auf dem FESTIVAL erzählt Benji von Fußball, Viva con Agua, Unternehmertum und der Kraft der Gemeinschaft.





Foto-Credit: Portrait by Dirk Bruniecki
Ehrengast Judith Grümmer
Das Familienhörbuch - ein Zukunftsgeschenk
Judith Grümmer, Jahrgang 1958, geboren in Köln, ist Journalistin, Kulturwissenschaftlerin und Gründerin der Familienhörbuch gGmbH. Sie ist eine wahrhafte Vorreitern für die auditive Biografiearbeit - und Ehrengast des FESTIVALS DER LEBENSGESCHICHTEN.
Nach einem Magisterstudium der Geschichte, Geografie und Pädagogik arbeitete sie seit Mitte der 1980er Jahre für den WDR und den Deutschlandfunk – mit einem klaren Anliegen: Menschen eine Stimme zu geben.
Durch ihre intensive Beschäftigung mit medizinischen Themen sowie ihre Kontakte zur Palliativ- und Hospizbewegung entstand die Idee, ihr journalistisches Know-how in ein soziales Projekt einzubringen. 2017 startete sie am Universitätsklinikum Bonn ein Pilotprojekt mit Audiobiografien von Palliativpatientinnen und -patienten – begleitet von wissenschaftlicher Forschung.
2019 gründete sie die Familienhörbuch gGmbH, ein gemeinnütziges Sozialunternehmen, das unheilbar erkrankten Eltern ermöglicht, für ihre Kinder ein persönliches Hörbuch aufzunehmen. Diese Audiobiografien werden für die Familien kostenfrei produziert und ausschließlich durch Spenden und Fördermittel finanziert.
Stand 2026 wurden über 700 Familienhörbücher realisiert. Mehr als 1.130 Kinder wachsen seither mit der Stimme eines Elternteils auf – als Lebensbegleiter, als Trauerhilfe und als bleibende Verbindung über den Tod hinaus. Das Projekt schließt eine Versorgungslücke im Gesundheitssystem und wurde vielfach ausgezeichnet. Judith Grümmer ist Trägerin des Bundesverdienstkreuzes.





Foto-Credit: Selina Pfrüner
Bildhauer Thomas Doneis
Ein Lebenswerk aus Stein
Ein besonderes Highlight des Festivals der Lebensgeschichten 2026 ist das Lebenswerk des deutschen Bildhauers Thomas Doneis: seine monumentale Skulptur „Swan Song".
Seit über 11 Jahren widmet Thomas Doneis sein künstlerisches Leben diesem Projekt – einer detailgetreuen Nachbildung des berühmten Schlosses im Maßstab 1:62, aus einem einzigen Sandsteinblock mit mehr als 21 Tonnen Gewicht.
Was hier entsteht, ist mehr als ein Maßstabprojekt: Es ist ein langjähriger künstlerischer Dialog zwischen Material, Erfahrung und Handwerk – ein Werk, das sich über Jahre hinweg entwickelt und in dessen Entstehung sich Ausdauer, Präzision und Leidenschaft spiegeln. Doneis, der sich das traditionelle Handwerk überwiegend selbst beigebracht hat, arbeitet mit Hingabe und Sensibilität am Stein, um dem unbelebten Material eine eigene Sprache, eine Seele zu geben.
„Swan Song (Schwanengesang)“ ist ein Beispiel für ein Lebenswerk, das zeigt, wie Erfahrungen, Zeit und Kontinuität in etwas Sichtbares und Bedeutungsvolles münden. Innerhalb des Festivals wird dieses Werk nicht nur präsent, sondern als Geschichte eines langen künstlerischen Prozesses erlebbar gemacht – als Einladung, über Wirklichkeit, Geduld und die Bindung zwischen Mensch und Material nachzudenken.
Aktuell ist die Fertigstellung des Kunstwerkes und dessen Verkauf für 2026 geplant.
Thomas Doneis hat sein Werk bereits als Buchprojekt verarbeitet. Auch eine Podcastserie mit Einblicken in die Arbeit und und Seele des Künstlers ist geplant.





Anne Knödler
Dachbodenfund - Die Geschichte von Irmel & Willy
Hätte es an diesem Tag im Juni 2024 in Halle (Saale) früher angefangen zu regnen, dann wäre die Geschichte von Irmgard und Willy für immer verloren gewesen.
Doch so konnte Anne Knödler die Kiste mit Fotos, Briefen, Zeichnungen und Urkunden rechtzeitig aus dem Container am Strassenrand bergen. Was für ein Glück.
Auf dem FESTIVAL DER LEBENSGESCHICHTEN schenkt sie der Geschichte von Irmel & Willy neues Leben - in einer Zeit, in der ihre Botschaft relevanter und aktueller denn je erscheint.
Anne Knödler ist Reisende und freischaffende Künstlerin mit Studium in den Fachbereichen Kunst, Bildhauerei, Design und unterkultureller Kommunikation.
Im Jahr 2014 brach Anne Knödler mit dem Künstlerkollektiv "leavinghomefunktion" zu einer besonderen Reise auf: Auf dem Landweg nach New York: 4 Ural-Motorräder – 43.000 Kilometer – 972 Breakdowns. Später entstanden Vorträge, Ausstellungen und ein Kinofilm dazu.




Prof.Dr. med Tobias Gantner
LEBENSWERK.AI - Geschichten aus der Zukunft
Wie verändert Künstliche Intelligenz die Art und Weise, wie wir Lebensgeschichten erzählen – und bewahren?
Mit Prof. Dr. med. Tobias Gantner richtet das Festival der Lebensgeschichten 2026 den Blick bewusst nach vorn. In seinem Workshop „LEBENSWERK.AI – Geschichten aus der Zukunft“ verbindet er biografische Arbeit mit digitaler Innovation.
Tobias Gantner ist Mediziner, Experte für Gesundheitsmanagement und Medizinrecht sowie ein international anerkannter Vordenker im Bereich Digital Health. Seine Arbeit bewegt sich an der Schnittstelle von Versorgungsforschung, künstlicher Intelligenz und patientenzentrierter Gesundheitsversorgung. Für seine Innovationskraft wurde er unter anderem als „Top 50 Global Influencer in Digital Health and Future Technologies Leadership“ vom WHO Foresight Panel ausgezeichnet.
Mit LEBENSWERK.AI verfolgt er ein ambitioniertes Ziel: die Demokratisierung der Biografiearbeit. Die entwickelte App nutzt eine situativ reagierende KI, die mit einem umfangreichen Fragenpool Nutzerinnen und Nutzer durch ihr Leben begleitet.
Besonders im Bereich der Pflege eröffnet dieses Konzept neue Perspektiven: Biografische Informationen werden schnell zugänglich, persönliche Anknüpfungspunkte sichtbar, Begegnungen individueller. Zugleich stellt das Projekt grundlegende Fragen:
Was bedeutet Erzählen im Zeitalter von KI?
Wie verändert sich Autorschaft?
Wo liegen Chancen – und wo Grenzen?
Im Kontext des Festivals wird deutlich: Lebensgeschichten sind nicht nur Rückblick – sie sind auch Zukunftsraum.




Gina Malinowski
Selbstporträt - Das Mädchen aus diesen Jahren
Gina Malinowski – Mitglied der Wielkopolska Association of Visual Artists, „Persönlichkeit des Jahres“ 2019 und Trägerin des renommierten PRO ARTE Award 2025 des Marschalls der Woiwodschaft Westpommern – verbindet jahrzehntelanges kulturelles Engagement mit einer tiefen künstlerischen Sensibilität und der Fähigkeit, Menschen durch Kunst zu vereinen.
Sie ist Malerin, Kostümbildnerin (mit Schwerpunkt Barock) und Pädagogin, die über viele Jahre kreative Kurse für Jugendliche leitete, unter anderem im „Atelier eines jungen Künstlers“ der Nationalbank von Polen in Borne Sulinowo. Als Gründerin und Präsidentin des Kulturvereins STACJA KULTURA (seit 2017) kuratiert und organisiert sie internationale Plein-Airs und Ausstellungen wie das International Artistic Open-Air – Stacja Kultura im Siemczyno-Palast.
In ihrer Serie "Das Mädchen aus diesen Jahren" hat sie als Künstlerin einen Blick auf sich selbst und ihren Weg geworfen. Parallel dazu entstand ihre Audiografie "Für immer bunt.", in der auch ihr Sohn Philipp (EXCLUSIVE EUROPEAN ART) mitwirkt.
Die bereichert das FESTIVAL durch ausgesuchte Ausstellungsstücke und einen Dialog zu ihren Lebenswerken.




Carsten Alex
Erfahrungen einer Audiografie mit 10 Wegbegleitern
Was entsteht, wenn ein Mensch seine Lebensgeschichte nicht allein erzählt – sondern gemeinsam mit den Menschen, die ihn auf seinem Weg begleitet haben?
Mit Carsten Alex stellt das FESTIVAL DER LEBENSGESCHICHTEN ein besonderes audiografisches Projekt vor. In seiner Audiografie kommen neben ihm selbst zehn Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter zu Wort: Menschen, die unterschiedliche Stationen seines Lebens aus ihrer eigenen Perspektive erzählen.
Der Beitrag zeigt exemplarisch, wie Audiografie als erzählerische Praxis funktionieren kann: nicht als lineare Nacherzählung eines Lebens, sondern als dialogischer Prozess, in dem Erinnerungen, Perspektiven und gemeinsame Erfahrungen miteinander in Beziehung treten.
Carsten Alex hat seine Audiografie auch in Teilen öffentlich als Podcast geteilt, u.a. bei Spotify und Apple Podcasts.
Ein Beitrag über Zuhören, Perspektivwechsel und die Kraft von Wegbegleitungen.




Ulrike Jänichen
Leben in Bildern
Ulrike Jänichen ist gelernte Buchbinderin und freischaffende Künstlerin, war viele Jahre Leiterin einer Bleisatzwerkstatt für Kinder, lebt heute als Illustratorin in Halle (Saale), arbeitet in verschiedenen Workshopformaten und philosophiert dabei u.a. mit Kindern. Fragen stellen, statt Antworten geben ist dabei ein zentrales Prinzip ihrer Arbeit.
Die Künstlerin und Illustratorin erzählt dokumentarisch und biografisch in Bilderbüchern. Fasziniert von der unerschöpflichen Vielfalt gelebter Geschichten versucht sie diesen im Zusammenspiel aus Text und Bild eine Form zu geben.
Ihre Werke ermöglichen Begegnung und Interaktion, mit den Menschen, die ihre Geschichte teilen - aber auch indem diese für andere sichtbar werden. Denn trotz aller Individualität geht es um die Suche nach dem, was uns verbindet, die Orte an denen wir uns treffen, trotz aller Unterschiede.




Bertram Kasper
Die größte Reise deines Lebens - Eine Lesung
Was bleibt von uns, wenn sich das Leben verwandelt?
Bertram Kasper liest aus seinem Buch „Die größte Reise deines Lebens - mit Gelassenheit älter werden“.
Der Titel klingt groß. Und er ist bewusst groß gewählt. Denn „Die größte Reise deines Lebens“ meint keine Reise in ein fernes Land. Es geht nicht um Selbstoptimierung, auch nicht um eine Checkliste für die dritte Lebensphase. Gemeint ist die Bewegung nach innen. Die Reise zu den Fragen, denen wir im Alltag oft ausweichen, weil wir Termine haben, funktionieren müssen oder uns lieber ablenken.
Es geht um innere Übergänge, Verluste, neue Freiheit und die Kraft, das eigene Leben weiter zu gestalten.
Im anschließenden Gespräch öffnet sich der Blick hinter den Text: auf biografische Wendepunkte, das Schreiben aus gelebter Erfahrung und auf die Frage, wie Lebensgeschichten anderen Mut machen können.




Dr. Sarah Weber
Moderation & Programmführung
Dr. Sarah Weber führt durch das FESTIVAL DER LEBENSGESCHICHTEN 2026. Bereits beim Festival 2025 in Wien hat sie mit ihrer zugewandten, klugen und verbindenden Art die Gespräche moderiert und den Beiträgen einen gemeinsamen Rahmen gegeben.
Die promovierte Ethnologin begleitet Menschen in Lebensübergängen und beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Lebensgeschichten, biografischer Reflexion und der Frage, wie aus den vielen Fäden eines Lebens ein stimmiges Ganzes entstehen kann. Mit ihrem „Atelier für Sinnweberei“ verbindet sie wissenschaftliche Expertise mit Coaching, kreativen Methoden und Trauerbegleitung. Im Mittelpunkt ihrer Arbeit steht die Überzeugung, dass in jeder Lebensgeschichte Orientierung, Ressourcen und neue Perspektiven verborgen liegen.
Als Moderatorin versteht Sarah es, aufmerksam zuzuhören, Verbindungen zwischen Menschen und Themen sichtbar zu machen und eine Atmosphäre zu schaffen, in der Begegnung auf Augenhöhe entstehen kann. Mit Empathie, Humor und einem feinen Gespür für Zwischentöne begleitet sie die Besucherinnen und Besucher durch das Festival – und schafft Raum für Gespräche, die nachwirken.




Sicher Dir Dein Ticket!
Die Tickets für Besucher am Festival-Tag (So., 8.11.26) kosten im Vorverkauf nur 39 € (an der Tageskasse 49€).
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